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Tötungsdelikt

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Krefeld und der Polizei Mönchengladbach zur Mordkommission Lidl: Tatverdächtiger festgenommen

Polizei Mönchengladbach berichtet mit Meldezeit 13.10.2026 19:00 Uhr zu einem Ereignis in Mönchengladbach.

Angaben nur gemäß Quelle, ohne eigene Bewertung.

Gemeldet 13.10.2026 19:00 Uhr · Mönchengladbach, Deutschland

Polizeipräsenz bei Nacht in Mönchengladbach – Symbolbild

MÖNCHENGLADBACH

Symbolbild: Polizeipräsenz in Mönchengladbach. Das Bild zeigt nicht den konkreten Tatort.

Bei einer Pressekonferenz am Dienstag, 13. Oktober, haben die Staatsanwaltschaft Krefeld und die Polizei Mönchengladbach bekannt gegeben, dass im Rahmen der Ermittlungen der Mordkommission Lidl ein Beschuldigter festgenommen worden ist. Der 59-jährige Krefelder ist am 8. Oktober auf Antrag der Staatsanwaltschaft Krefeld dem zuständigen Haftrichter beim Amtsgericht Krefeld vorgeführt worden, der antragsgemäß die Untersuchungshaft angeordnet hat.

Bei der Mordkommission Lidl handelt es sich um einen Cold Case aus dem Jahr 1995. Der Fall wurde im Rahmen der Kampagne "Mord verjährt nicht. Der Niederrhein erinnert sich." vorgestellt: Am Mittwoch, 25. Januar 1995, wurde die damals 24-jährige Filialleiterin Sonja K. in einer Lidl-Filiale an der Hochstraße 33-35 in St. Tönis im Kreis Viersen überfallen und gewaltsam getötet.

Siehe auch folgende Pressemitteilungen: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/30127/6355622 https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/30127/6360011

An der Pressekonferenz nahmen Staatsanwältin Rahel Plass von der zuständigen Staatsanwaltschaft Krefeld sowie Kriminaloberrat Boris Vieten, Leiter der Kriminalinspektion 1 der Polizei Mönchengladbach, und Kriminalhauptkommissarin Stefanie Kohnen, Leiterin der Ermittlungsgruppe Cold Case, teil.

Kriminaloberrat Boris Vieten erläuterte einleitend, dass beim Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen im Jahr 2016 eine zentrale, qualitätsgesicherte Datenbank eingerichtet worden sei. Sie diene der landesweiten Erfassung ungeklärter Tötungsdelikte sowie der systematischen Aufbereitung von Altfällen ab dem Jahr 1970.

Ziel sei es, auch mithilfe neuer kriminaltechnischer und ermittlungstaktischer Ansätze bislang ungeklärte Taten aufzuklären. Dies gelinge nur durch die enge Zusammenarbeit von Polizei, Wissenschaft und Justiz.

Bei knapp 50 Prozent der Altfälle gebe es aufgrund des kriminaltechnischen Fortschrittes neue Ermittlungsansätze. "Mord verjährt nicht. Wir sind es den Opfern und ihren Familien schuldig, auch nach so langer Zeit diesen neuen Ermittlungsansätzen nachzugehen", betonte Boris Vieten.

Kriminalhauptkommissarin Stefanie Kohnen erläuterte anschließend die Hintergründe des konkreten Falls. Bei dem 59-jährigen Beschuldigten handele es sich um einen ehemaligen Mitarbeiter einer Detektei, der bis einschließlich 1994 unter anderem als Ladendetektiv in der Lidl-Filiale in St. Tönis tätig gewesen sei.

Bereits im Jahr 1995 war gegen den damals 28-Jährigen ein Tatverdacht aufgekommen. Dieser ließ sich seinerzeit jedoch nicht ausreichend erhärten.

Im Zuge der 2022 wieder aufgenommenen Ermittlungen wurden sämtliche Spuren erneut bewertet und einer Prüfung unterzogen. Das Ergebnis der sodann veranlassten kriminaltechnischen Untersuchungen, unter Anwendung der aktuellen wissenschaftlichen Methoden, erhärtete schließlich den Tatverdacht gegen den 59-jährigen Beschuldigten.

"Wir sind froh, dass wir nach über 30 Jahren den beiden Brüdern des Opfers Gewissheit darüber verschaffen konnten, wer ihre Schwester mutmaßlich getötet hat", sagte Stefanie Kohnen abschließend.

Staatsanwältin Rahel Plass teilte mit, der 59-jährige Beschuldigte sei am Donnerstag, dem 8. Oktober, an seiner Wohnanschrift in Krefeld festgenommen worden. Er habe sich kooperativ gezeigt und bislang keine Angaben zur Sache gemacht.

Abschließend bedankte sie sich bei der Ermittlungsgruppe der Polizei Mönchengladbach und ihren Dezernatsvorgängerinnen für die nachhaltige Bearbeitung dieses Cold Cases. Sie betonte, dass dieser Fall sowie auch weitere Altfälle sich als Signal an die teils überlebenden Geschädigten und deren Angehörige, die Bevölkerung, aber gerade auch an die Täter zu verstehen seien: Auch nach Ablauf mehrerer Jahrzehnte sei eine Tataufklärung möglich.

Über die Kampagne

Der Cold Case "MK Lidl" ist Teil der Öffentlichkeitskampagne "Mord verjährt nicht. Der Niederrhein erinnert sich." der Polizei Mönchengladbach in Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen und der zuständigen Staatsanwaltschaft Krefeld. Die Ermittlungsgruppe Cold Case der Polizei Mönchengladbach sucht stetig nach neuen Ansätzen, um lange zurückliegende Kapitalverbrechen aufzuklären.

Die Internetseite zur Öffentlichkeitskampagne: https://moenchengladbach.polizei.nrw/mord-verjaehrt-nicht-der-niederrhein-erinnert-sich

Rückfragen von Journalisten bitte an:

Polizei Mönchengladbach https://moenchengladbach.polizei.nrw

Ereignis:
Tötungsdelikt
Ort:
Mönchengladbach
Bundesland/Region:
Nordrhein-Westfalen
Land:
Deutschland
Tatdatum:
nicht aus der Quelle ableitbar
Tatzeit:
nicht aus der Quelle ableitbar
Meldezeit:
13.10.2026 19:00 Uhr
Quelle/Distribution:
Presseportal Blaulicht
Herausgeber:
Polizei Mönchengladbach
Original-URL:
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/30127/6370528
Vorgangsnummer:
POL-MG
Tatmittel:
nicht sicher ableitbar

Angaben gemäß der genannten Quelle. Keine eigene Tatsachenfeststellung über den Quelleninhalt hinaus.

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